Stimmung bleibt gedrückt
Im September zeigt sich in Österreich weiterhin ein angespanntes Stimmungsbild: Die aktuellen Nachrichten und Entwicklungen beschäftigen die Bevölkerung stark und werden von einer klaren Mehrheit emotional negativ wahrgenommen. 70 % der Befragten geben an, davon eher oder sehr negativ betroffen zu sein – ein leichter Anstieg gegenüber Juni (68 %). Demgegenüber erleben nur 18 % die aktuellen Entwicklungen persönlich bzw. emotional positiv, der Anteil der sehr positiv Betroffenen bleibt mit 2 % äußerst gering. Gleichzeitig ist auch die Gruppe jener, die sich nicht betroffen fühlt oder der die Entwicklungen egal sind, von 14 % im Juni auf aktuell 12 % zurückgegangen. Während das Vertrauen in Medien mit 53 % leicht gestiegen ist und sich gegenüber Juni etwas verbessert zeigt, bleibt das Vertrauen in die österreichische Politik weiterhin auf sehr niedrigem Niveau: Nur 23 % vertrauen der Politik bzw. Bundesregierung sehr oder eher, während 77 % ihr eher nicht oder überhaupt nicht vertrauen.
Sicherheitsgefühl in Österreich stabil
Das Sicherheitsgefühl in Österreich bleibt im September auf einem stabil hohen Niveau. 70 % der Befragten fühlen sich derzeit sehr oder eher sicher – ein leichter Anstieg gegenüber Juni (67 %). Gleichzeitig ist der Anteil jener, die sich eher oder sehr unsicher fühlen, von 33 % auf 31 % zurückgegangen. Der Mittelwert verbessert sich leicht von 2,25 auf 2,23 und liegt damit weiterhin auf einem konstant positiven Niveau.
Finanzielle Situation der Österreicher:innen weiter angespannt
Die finanzielle Situation der Österreicher:innen bleibt im September nahezu unverändert und weiterhin angespannt. 49 % bewerten ihre persönliche Lage als sehr gut oder gut, während 52 % ihre finanzielle Situation als angespannt oder schwierig beschreiben. Im Vergleich zu Juni zeigen sich nur minimale Verschiebungen: Der Anteil finanziell zufriedener Personen steigt leicht von 48 % auf 49 %, gleichzeitig geben nun 15 % an, finanziell nur schwer über die Runden zu kommen.
Teuerungen: Treibstoff und Öffi-Tickets spürbar teurer als im Juni
Die Teuerung bleibt für die Österreicher:innen vor allem bei Gütern des täglichen Bedarfs spürbar. Lebensmittel werden weiterhin am häufigsten genannt, wenngleich der Anteil gegenüber Juni leicht von 88 % auf 85 % zurückgeht. Gleichzeitig zeigt sich bei Treibstoffen ein deutlicher Anstieg: 80 % spüren die Teuerung aktuell bei Benzin und Diesel, nach 74 % im Juni. Auch Strom, Gas und Heizung werden etwas häufiger genannt (63 % vs. 60 %). Besonders auffällig ist zudem die Entwicklung beim öffentlichen Verkehr: Hier steigt der Anteil von 32 % im Juni auf 39 % im September, womit Preissteigerungen bei Bahn, Bus, Klimaticket & Co. stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken.
Konsequenzen für das Mobilitätsverhalten
Mobilitätskosten rücken damit insgesamt stärker als Teuerungsfaktor in den Vordergrund – und zeigen bereits Auswirkungen auf das Verhalten: 46 % der Österreicher:innen geben an, ihr Mobilitätsverhalten aufgrund der Treibstoffpreise angepasst zu haben. Dabei verlagern 15 % ihre Mobilität stärker vom Auto hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Weitere 31 % fahren zwar weniger mit dem Auto, ersetzen diese Wege jedoch nicht vermehrt durch Bus, Bahn oder andere öffentliche Verkehrsmittel. Bei 44 % bleibt das Mobilitätsverhalten unverändert.
Zentrale Ergebnisse
Insgesamt bleibt die Stimmung in Österreich im September verhalten und angespannt. Die aktuellen Nachrichten und Entwicklungen werden von einer klaren Mehrheit weiterhin emotional negativ wahrgenommen, während positive Betroffenheit nur eine Minderheit betrifft. Beim Vertrauen zeigt sich ein geteiltes Bild: Das Medienvertrauen verbessert sich leicht, das Vertrauen in die Politik bleibt hingegen auf sehr niedrigem Niveau. Das Sicherheitsgefühl stellt hier ein positives Gegenbeispiel dar: 70 % der Österreicher:innen fühlen sich weiterhin sehr oder eher sicher. Die finanzielle Lage der Bevölkerung bleibt spürbar angespannt: Die Teuerungen lassen die Österreicher:innen weiterhin nicht los. Besonders spürbar sind Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie; zugleich rücken Mobilitätskosten, insbesondere für öffentliche Verkehrsmittel, stärker in den Vordergrund. Dass fast jede:r Zweite das Mobilitätsverhalten aufgrund der Treibstoffpreise angepasst hat, zeigt, dass die wahrgenommenen Belastungen
zunehmend konkrete Auswirkungen auf den Alltag haben.
Studienprofil: Insights Austria
Seit 2024 führt TQS Research & Consulting in Zusammenarbeit mit dem Online-Access-Panel horizoom regelmäßig eine Umfrage unter 1.000 Österreichern (und oftmals als Vergleichsstichprobe 1.000 Deutschen) zu verschiedenen gesellschaftlich relevanten Themen durch. Die Studie liefert aktuelle Einblicke in die öffentliche Meinung – von Politik und Medien bis hin zu Arbeitswelt, finanzieller Situation und Gesundheit. Für diese Studie wurden im September 2026 n=1.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren in Österreich und online befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ und nach Alter, Geschlecht, Region und Bildungsstand gewichtet. Die Umfrage wurde vom 17.9.-22.9.2026 über das Online-Access-Panel der horizoom GmbH durchgeführt.
Weitere Details zur Studie, einschließlich eines Diagrammberichts: https://www.blog.tqs.at
Über TQS Research & Consulting KG
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Über die horizoom GmbH
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horizoom wurde 2023 mit dem Ziel gegründet, als datengesteuerter Anbieter von Online-Access-Panels Qualität, Service und echten Mehrwert für Kunden zu schaffen. Dabei denken und handeln wir nach dem „People First“-Ansatz: Wir sind davon überzeugt, dass nur eine faire und respektvolle Behandlung der Menschen während des gesamten Forschungsprozesses zu ehrlichen und engagierten Antworten – und damit zu wertvollen Erkenntnissen – führen kann. Die horizoom GmbH ist nach ISO 20252:2019 zertifiziert, inhabergeführt und unabhängig, beschäftigt 34 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Berlin sowie eine weitere Niederlassung in Köln. Als Mitglied der Verbände ADM, BVM, DGOF, ESOMAR und VMÖ verpflichtet sich horizoom zur Einhaltung der anerkannten Branchenstandards der Markt- und Sozialforschung, wie sie vom Rat der Deutschen Marktforschung e.V. und dem internationalen ICC/ESOMAR-Kodex festgelegt wurden.
[Titelbild mit KI erstellt]