8. Oktober 2026 •

Insights Austria: Hitzesommer und Schulstart 2026

Teil 9 der Studienserie „Insights Austria“ von TQS Research & Consulting powered by horizoom
Online-Befragung von n=1.000 Personen aus dem österreichischen horizoom-Panel, repräsentativ quotiert nach Alter, Geschlecht, Bundesland, Bildung im Zeitraum 17.9.-22.9.2026
Die Studie liefert aktuelle Einblicke in die öffentliche Meinung – von Politik und Medien bis hin zu Arbeitswelt, finanzieller Situation und Gesundheit
Teil 9 der Studienserie „Insights Austria“ von TQS Research & Consulting powered by horizoom
Online-Befragung von n=1.000 Personen aus dem österreichischen horizoom-Panel, repräsentativ quotiert nach Alter, Geschlecht, Bundesland, Bildung im Zeitraum 17.9.-22.9.2026
Die Studie liefert aktuelle Einblicke in die öffentliche Meinung – von Politik und Medien bis hin zu Arbeitswelt, finanzieller Situation und Gesundheit

Nach den Sommermonaten stellt sich die Frage, wie die Österreicher:innen diese Zeit erlebt haben und welche Schlüsse sie daraus für den Alltag ziehen. Die aktuellen Ergebnisse geben Einblick in die Wahrnehmung des Sommers und zeigen, welche praktischen Konsequenzen sich daraus im Wohnumfeld ergeben.

Sommer 2026 wird deutlich heißer wahrgenommen
Der Sommer 2026 wurde von der großen Mehrheit der Österreicher:innen als heißer empfunden als die Sommer der vergangenen fünf Jahre. Insgesamt 90 % nehmen höhere Temperaturen wahr – 58 % sprechen sogar von einem deutlich heißeren Sommer, weitere 32 % von einem etwas heißeren Sommer. Nur 10 % empfinden die Temperaturen als etwa gleich, während kühlere Temperaturen kaum wahrgenommen werden.

Hitzeschutz zuhause: Mehrheit nutzt Ventilatoren, Klimaanlagen kaum verbreitet
Beim Hitzeschutz in den eigenen vier Wänden setzen die Österreicher:innen derzeit vor allem auf klassische und vergleichsweise einfache Maßnahmen. Am häufigsten stehen Rollläden, Jalousien oder ähnliche Beschattungslösungen zur Verfügung (70 %), gefolgt von Ventilatoren (54 %). Technische Kühlsysteme sind deutlich seltener verbreitet: 17 % verfügen über eine mobile Klimaanlage, 14 % über eine fix montierte Klimaanlage und 8 % über ein Kühlsystem bzw. eine Wärmepumpe.

Jede:r Vierte plant zusätzlichen Hitzeschutz
Gleichzeitig zeigt sich ein relevantes Nachrüstpotenzial: 23 % der Österreicher:innen planen, bis zum nächsten Sommer zusätzlichen Hitzeschutz anzuschaffen. 63 % haben derzeit keine entsprechenden Pläne, 14 % sind noch unentschlossen. Damit denkt rund ein Viertel der Bevölkerung konkret darüber nach, den eigenen Wohnraum besser gegen Hitze auszustatten.

Klimaanlagen rücken stärker in den Fokus
Bei den geplanten Anschaffungen stehen technische Kühllösungen klar im Vordergrund. Unter jenen, die zusätzlichen Hitzeschutz anschaffen wollen, planen 52 % eine fix montierte Klimaanlage und 35 % eine mobile Klimaanlage. Klassische Beschattungslösungen wie Rollläden oder Jalousien werden mit 18 % deutlich seltener genannt.

Breite Zustimmung zu rechtlicher Erleichterung für Einbau von Klimaanlagen
Der geplante leichtere Einbau von Klimaanlagen und anderen Hitzeschutzmaßnahmen stößt in Österreich auf breite Zustimmung. 81 % der Befragten befürworten eine rechtliche Erleichterung sehr oder eher, nur 4 % lehnen das Vorhaben ab. Damit zeigt sich eine klare gesellschaftliche Unterstützung für Maßnahmen, die Hitzeschutz in Miet- und Eigentumswohnungen erleichtern sollen.

Schulbeginn 2026 – Sommerferien werden eher als zu lang empfunden
Bei der Bewertung der Sommerferien zeigt sich ein klares Bild: 52 % der Befragten empfinden die Sommerferien in Österreich als viel oder eher zu lang. 42 % halten die aktuelle Länge für genau richtig. Nur eine kleine Minderheit von insgesamt 5 % bewertet die Sommerferien als eher oder viel zu kurz.

Verkürzung mit Ausgleich im Schuljahr findet relative Zustimmung
Der Vorschlag, die Sommerferien zu verkürzen und dafür während des restlichen Schuljahres zusätzliche freie Tage bzw. längere Ferienzeiten vorzusehen, stößt auf mehr Zustimmung als Ablehnung. 49 % befürworten diesen Vorschlag sehr oder eher, 31 % lehnen ihn eher oder sehr ab. 19 % positionieren sich neutral. Damit zeigt sich eine gewisse Offenheit für eine Neuverteilung der schulfreien Zeit. Bei Familien mit jüngeren Kindern fällt die Zustimmung etwas zurückhaltender aus – dieser Unterschied ist statistisch jedoch nicht signifikant.

Deutliche Zustimmung zum Kopftuchverbot an Schulen
Die Einführung eines Kopftuchverbots an Schulen für Mädchen unter 14 Jahren wird von einer klaren Mehrheit befürwortet: 69 % sprechen sich sehr oder eher dafür aus, 17 % lehnen die Maßnahme ab, 14 % nehmen eine neutrale Position ein. Der Mittelwert von 1,99 unterstreicht die insgesamt deutliche Zustimmung. Gleichzeitig zeigen sich signifikante Unterschiede nach politischer Nähe: Befragte, die ihre Interessen am ehesten durch FPÖ oder ÖVP vertreten sehen, bewerten die Maßnahme zustimmender, während die Zustimmung bei Personen mit Nähe zu den Grünen deutlich geringer ausfällt. Auch Familien mit jüngeren Kindern stehen dem Kopftuchverbot signifikant zurückhaltender gegenüber als Haushalte ohne Kinder unter 14 Jahren.

Fazit: Reformoffenheit bei Schulthemen
Insgesamt zeigt sich beim Thema Schulbeginn eine erkennbare Reformoffenheit in der Bevölkerung. Die Sommerferien werden häufiger als zu lang denn als passend empfunden, und auch eine Umverteilung freier Tage über das Schuljahr hinweg findet relative Zustimmung. Beim Kopftuchverbot fällt die Haltung noch eindeutiger aus: Hier spricht sich eine klare Mehrheit für die Einführung aus.

Studienprofil: Insights Austria

Seit 2024 führt TQS Research & Consulting in Zusammenarbeit mit dem Online-Access-Panel horizoom regelmäßig eine Umfrage unter 1.000 Österreichern (und oftmals als Vergleichsstichprobe 1.000 Deutschen) zu verschiedenen gesellschaftlich relevanten Themen durch. Die Studie liefert aktuelle Einblicke in die öffentliche Meinung – von Politik und Medien bis hin zu Arbeitswelt, finanzieller Situation und Gesundheit. Für diese Studie wurden im September 2026 n=1.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren in Österreich und  online befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ und nach Alter, Geschlecht, Region und Bildungsstand gewichtet. Die Umfrage wurde vom 17.9.-22.9.2026 über das Online-Access-Panel der horizoom GmbH durchgeführt.

Weitere Details zur Studie, einschließlich eines Diagrammberichts: https://www.blog.tqs.at

Über TQS Research & Consulting KG

www.tqs.at

TQS verbindet Beratung und Marktforschung, um maßgeschneiderte Lösungen und Instrumente für Kunden zu entwickeln und deren Entscheidungsfindung zu unterstützen, um Markterfolg sicherzustellen. Die TQS Research & Consulting KG wurde 1997 im Anschluss an ein erfolgreiches FWF-Forschungsprojekt gegründet, das vom Institut für Marketingmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Institut für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Wien durchgeführt wurde. Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzt TQS bewährte Instrumente und Konzepte erfolgreich in der Praxis um und entwickelt neue Methoden, um den spezifischen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden.

Über die horizoom GmbH

www.horizoom.de

horizoom wurde 2023 mit dem Ziel gegründet, als datengesteuerter Anbieter von Online-Access-Panels Qualität, Service und echten Mehrwert für Kunden zu schaffen. Dabei denken und handeln wir nach dem „People First“-Ansatz: Wir sind davon überzeugt, dass nur eine faire und respektvolle Behandlung der Menschen während des gesamten Forschungsprozesses zu ehrlichen und engagierten Antworten – und damit zu wertvollen Erkenntnissen – führen kann. Die horizoom GmbH ist nach ISO 20252:2019 zertifiziert, inhabergeführt und unabhängig, beschäftigt 34 Mitarbeiter und hat ihren Hauptsitz in Berlin sowie eine weitere Niederlassung in Köln. Als Mitglied der Verbände ADM, BVM, DGOF, ESOMAR und VMÖ verpflichtet sich horizoom zur Einhaltung der anerkannten Branchenstandards der Markt- und Sozialforschung, wie sie vom Rat der Deutschen Marktforschung e.V. und dem internationalen ICC/ESOMAR-Kodex festgelegt wurden.

[Titelbild mit KI erstellt]